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Der Blog zum Workshop-Wochende: Live dabei Teil V 10.09.2016

Die Costumer Journey

11.00 Uhr
Ankunft von Dr. Marco Olavarria, Kirchner + Robrecht, der für den Programmpunkt „Costumer Journey“ zuständig ist. Dorothee Werner begrüßt Olavarria. Das Ziel: gemeinsam an den Ideen und Geschäftsmodellen der Start-ups zu arbeiten. Werner übergibt an Olavarria, der die Costumer Journey vorstellt: Das ist ein spannender Weg für alle Beteiligten. Die Frage: Was passiert, wenn die Idee und Konzeption stimmt – aber dann laufen die Kunden nicht unbedingt gleich alle zur Kasse? „Wir wollen uns fokussieren auf die Kanäle, denn oft werden die Zielgruppen nicht erreicht oder nicht begeistert“.

Der Weg sei ein ganz wichtiger Bestandteil eines Geschäftsmodells. Und auch ein Hindernis, an dem ein Geschäftsmodell scheitern könne. Dasselbe gelte für das Thema Kundenbeziehung: Kommt der Kunde wieder, wenn er einmal gekauft hat? Wie also komme ich an ein Dauerverhältnis mit dem Kunden? Und wie kann ich niedrige Schwellen bilden, damit der Kunde anbeißt und dabeibleibt. „Das untersuchen wir im Rahmen der Costumer Journey, also dem Kaufentscheidungsprozess.“

Weitere Fragen seien: Mit welcher Kommunikations- und Distributionsstrategie agiere ich am Markt? Gibt es bestimmte Kanäle? Werden meine Inhalte überhaupt gesucht? Welche und wieviele Kanäle kommen in Frage? Welche Kontaktqualität haben die Kanäle? Welche Kontaktintensität muss ich erreichen?

Und ganz wichtig sei der Blick durch die Brille des Kunden: Welche Art von Beziehung erwarten die Kunden? Korrespondiert das mit meinem Erlösmodell? Wie kann ich Wiederkäufe fördern? Welche Konvertierungsstufen entlang des Kaufprozesses muss ich berücksichtigen? Welche Konvertierungsquote gibt es?

Im Rahmen der Costumer Journey würden nun all die oben genannten Fragen betrachtet. Dabei werde vielleicht klar, dass bestimmte Informationen noch fehlen. Es gehe ja auch darum, Anregungen zur Weiterentwicklung in die nächsten Wochen mitzunehmen. „Wir betrachten heute: Wie schaffen Sie es, dass die Menschen wissen, dass es Ihre Lösung gibt? Und wie schaffen Sie es, dass die Menschen diese Lösung schätzen lernen und dafür bezahlen?“

Man gehe dabei in 4 Schritten vor:

  • Welche Phasen sind zu unterscheiden?
  • Welche Analyse-Ebenen sind relevant?
  • Welche Maßnahmen sieht mein Business-Plan in welchen Phasen vor?
  • Und welche konkreten Touch-Points werden Sie wie einsetzen?

11.40 Uhr
Die Start-ups nehmen jeweils zwei Stellwände in Beschlag, es wird eifrig auf Karten geschrieben, die Investoren mischen sich zum Teil unter die Start-ups, es wird diskutiert.

12.22 Uhr
Die Arbeitsphase wird beendet, Olavarria übernimmt. Die Start-ups präsentieren ihre Ergebnisse.

SatoshiPay
Meinhard Benn von Satoshi Pay präsentiert als erster:
„Ich habe die Schritte der CJ übernommen und diese angewendet“. Benn durchleuchtet die einzelnen
Aspekte der Costumer Journey und geht intensiv auf den Schritt „Auswählen“ und „Nutzung“ ein. Die individuelle Betreuung sei wichtig. Case-Studies sollen in die Kommunikation übernommen werden. Es findet eine rege Diskussion zwischen Investoren und Benn statt mit zahlreichen Anregungen zum Weiterdenken.

Risiken und Hürden werden aufgezeigt, der Mehrwert von Satoshi Pay wird konkreter definiert. Aspekte wie Vertrauensbildung werden genauer beleuchtet. „Was genau ist denn Content in Bezug auf Satoshi Pay? Und wer ist der Kunde“ – es gehe darum, noch etwas konkreter zu werden.
https://satoshipay.io/

Polynaut
Iris Reisenauer und Alexander Ortenburger präsentieren ihre Ergebnisse. Startpunkt sei ein großer „Pain“ durch zu viele Daten. Sehr strukturierte Darstellung und Erläuterung der einzelnen Costumer-Journey-Punkte. Die Investoren melden sich zu Wort mit Anmerkungen, die Zielgruppe könne erweitert werden, das Polynaut-Team stellt den derzeitigen potentiellen Kundenkreis vor. Sobald die künstliche Intelligenz in einem Bereich gelernt habe, könne es in der Akquise weitergehen. Anreize zur Nutzung von Polynaut werden diskutiert.
https://drive.google.com/drive/folders/0B1ndzIGLyTxucWxFelVvaXg0elE

Omnibook
Julian Sorge und Misz Flor eröffnen die Präsentation ihrer Costumer Journey: „Wir haben Euch gestern ein B2C Produkt vorgestellt. Dank Äbbelwoi, interessanter Gespräche und Feedback heute morgen haben wir gemerkt: Unser Herz ist B2B – deshalb sind wir gekommen mit einem B2C-Produkt und gehen heute mit einem B2B Angebot an Verlage“.

Das Ziel: Die Selfpublishing-Branche stärker an die Verlage zu binden. Das Omnibook-Team spielt anhand der CJ die Emotionen, Ziele und Entscheidungsprozesse der Autoren ebenso durch wie die der Verlage. Auch auf die Themen Kommunikation und Social Media wird eingegangen. Anschließend Anmerkungen und Tipps von Seiten der Investoren zu Lektorat, Produktvermarktung und Herstellungsbereiche sowie Hindernisse und Risiken der Geschäftsidee.
https://booktype.pro/

Beemgee
Robert Becker geht im Rahmen seiner CJ verschärft auf die relevanten Zielgruppen und ihre Bedürfnisse und Schwellen ein. „Was macht einen Selfpublisher erfolgreich“ sei die relevante Frage im Entscheidungsprozess. Und: Was ist eine funktionierende Plot-Struktur? Es gelte intensiv in die Costumer Care zu investieren. Im CJ-Schritt „Nachnutzung“ verweist Beemgee auf die Dienstleistung von Omnibook. Es folgt zunächst eine Diskussion unter den Start-ups, anschließend Hinweise von Seiten der Investoren.
http://beemgee.com/

Papego
Karl-Ludwig von Wendt schildet die CJ anschaulich durch die Brille seiner potentiellen Kunden, der Verlage. Er weist auf die Schwelle hin, Papego zunächst einmal bekannt zu machen. Darüber hinaus geht er auf die Fragen ein, wer genau im Verlag relevant sei und wonach dieser potentielle Entscheider seine Entscheidung treffe. Je nach Entscheider gebe es unterschiedliche Schwellen und Hindernisse. Es folgen Anmerkungen von Seiten der Juroren zur stärkeren Positionierung am Markt, die zu einer lebhaften Diskussion führen.
http://www.briends.net/

BrainYoo
Patrick Schmidt geht in seiner CJ detailliert auf das Thema PR ein. BranYoo werde bereits gut bewertet und besprochen. Dies gelte es weiter zu forcieren. Schmidt stellt die Versprechen von BranYoo vor und die einzelnen Barrieren für User dar, die noch niedriger gehängt werden sollen. Die Bewertung in den Stores sei enorm wichtig. Emotional aufgeladen sei das Thema  Lernen grundsätzlich schon: “Was ist geiler als eine Prüfung zu bestehen?“ „Wir nehmen Prüfungsangst und schenken Freizeit.“ Dafür sei der Preis der App sehr günstig. Die Investoren stellen Fragen zu Facebook-Sharing etc., fragen nach Risiken, auch die anderen Start-ups fragen detailliert nach.
http://www.brainyoo.de/

13.45 Uhr
Olavarria schließt die Costumer Journey der Start-ups und leitet über zum anstehenden Mittagessen.

15.00 Uhr
Im letzten Teil des CONTENTshift-Workshops geht es um die aktuellen Herausforderungen der Investoren. Die Teilnehmer teilen sich in drei Gruppen ein: Innovation, Superbuch und Bestellvorgang und Bezahlung von Content. In einem 30minütigen Brainstorming tauschen sich die Teilnehmer zu den gewählten Themen aus und präsentieren anschließend ihre Ergebnisse.

Die Quintessenz der Präsentationen:
- In allen Gruppen gab es große Synergien der Beteiligten, es wurde direkt in Kategorien wie Kooperation und Kollaboration gedacht.
- Es gibt ein großes Bedürfnis der Brancheninvestoren, ihre Herausforderungen zu benennen und zu diskutieren
- Seitens der Start-ups gibt es auch Interesse, diese Herausforderungen zu kennen und ggf. bei ihrer eigenen Geschäftsmodellentwicklung mitzudenken…

16.00 Uhr
Herzliche Verabschiedung, Geplauder, Verabredungen… Man sieht sich spätestens auf der Frankfurter Buchmesse!


Text: Christiane Petersen


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