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Langfristig erfolgreich ist, wer sich selbst ein guter Freund ist 10.05.2017

Ihr Start-ups wisst das: Wer ein Unternehmen gründet, hat immer beides – die Höhen und die Tiefen, den Triumph des Erfolgs und die Sorge der Niederlage. In dem prämierten Artikel „The Psychological Price of Entrepreneurship“ von Jessica Bruder kommen Unternehmer zu Wort, die tiefe Krisen durchlaufen haben. Das Erzählen davon ist wichtig. Denn das „Nicht-Sprechen“ über unternehmerische und persönliche Krisen in der Business-Welt erhöht den Druck auf diejenigen, die sich aktuell in einer derartigen Krise befinden. Und im schlimmsten Fall führt das Gefühl des individuellen Scheiterns und das nicht darüber sprechen können zu Gedanken ernsthafter Selbstgefährdung. Bruder schreibt in ihrem Artikel, dass Unternehmer sowieso schon tendenziell Charakterzüge haben, die sie anfällig machen für Stimmungsschwankungen und Depression. „Menschen, die eher auf der energischen, motivierten und kreativen Seite stehen, tendieren zum Unternehmertum – und gleichzeitig zu stärkeren emotionalen Zuständen“, zitiert sie den Psychologen und ehemaligen Unternehmer Michael A. Freeman.

Resilienz kann man trainieren

Grund genug also, als Gründer gut auf sich aufzupassen. Aber was genau heißt das eigentlich? Zunächst einmal: Es ist wichtig, das private Leben von der Arbeit zu trennen, auch wenn das Unternehmen Fahrt aufnimmt und man eigentlich durchgehend nur arbeiten könnte – und auch möchte. Aber auch dann heißt es: Zeit mit Freunden und der Familie verbringen, die Grundbedürfnisse im Blick behalten, also: sich Zeit zu nehmen für gutes Essen, für genügend Schlaf und ausreichend Bewegung. Das klingt vielleicht banal – und doch liegt hierin die Lösung, um langfristig gesund und resilient zu bleiben. 

Hach, da ist es, das Modewort „Resilienz“. Auch wenn es derzeit ein bisschen überstrapaziert wird, ist die Auseinandersetzung damit gerade für Start-up- Gründer wie Euch höchst erkenntnisreich. Gemeint mit Resilienz ist die „psychische Widerstandsfähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen.“ Wer also resilient ist, kann als Gründerpersönlichkeit auch in den schwärzesten Stunden immer eine Chance sehen, persönlich zu wachsen. „Resiliente Menschen sind wie Blumen, die sich immer nach der Sonne ausrichten“, heißt es in unterschiedlichen Publikationen zu dem Thema. Eine Fähigkeit übrigens, die trainiert werden kann. Wie das geht? 

Der erste Schritt liegt eigentlich im Vertrauen auf die Selbstwirksamkeit – die wichtigste Fähigkeit resilienter Menschen übrigens, die für ihr Handeln die Verantwortung übernehmen und sich nicht in die destruktive Opferrolle begeben. Hinzu kommt die Bereitschaft, um Hilfe zu bitten und auch in Krisen den Blick auf Perspektiven zu lenken. Das Glas ist bei resilienten Menschen also immer eher halbvoll. Ihre Grundhaltung ist: „Was auch immer auf mich zukommt, ich kann damit umgehen und werde eine Lösung dafür finden“. Resilient sein heißt immer auch, sich selbst ein guter Freund und Ratgeber zu sein – und, auch wenn`s hoch her geht, auf eine gesunde Lebensführung zu achten. Dabei können übrigens auch Coachings helfen – deshalb arbeiten wir bei CONTENTshift mit erfahrenen Coaches zusammen, die sicher auch in diesem Bereich den einen oder anderen guten Tipp für Euch haben. 

Text: Christiane Petersen


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