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Das perfekte Pitch-Deck: Was Investoren glücklich macht 27.04.2017

Ach, man kann es sich vorstellen: Auch Investoren haben es nicht leicht. Sie müssen schließlich entscheiden, welche der vielen Finanzierungsanfragen von Start-ups erfolgversprechend sind und welche sie näher unter die Lupe nehmen wollen. Und: Sie müssen das schnell entscheiden – am Besten, ohne ganze Businesspläne anzuschauen.

Ein gut gemachtes Pitch Deck löst dieses Problem: Es fasst auf wenigen Folien die wichtigsten Inhalte eines Businessplans zusammen. Das Ziel: Einem Investor in kürzester Zeit einen Überblick über Eure Geschäftsidee und Euren Finanzierungsbedarf zu verschaffen.

Was es für ein gutes Pitch Deck braucht, haben wir für Euch kurz zusammengefasst. Vorab: In der Kürze liegt die Würze. Versucht, mit einer Präsentation von 10 bis 12 Folien auszukommen, vermeidet Textwüsten und setzt auf grafische Gestaltung. Und das Wichtigste: Entwickelt eine logische Struktur. Diese Struktur könnte zum Beispiel so aussehen:

1.    Folie: Schildert das Problem.
Und kommt dabei am besten schnell zur Sache! Zu jedem Geschäftsmodell gibt es ein Problem, das gelöst werden soll – fasst es mit wenigen Worten nachvollziehbar zusammen. Wo genau gibt es einen konkreten Bedarf zur Veränderung? In der Gesellschaft, im Handel, in der Produktion, in der Technologie? Und: Gibt es dafür Belege?

2.    Folie: Präsentiert die Lösung.
Jetzt geht es um Euch! Zeigt auf einfache, kreative Weise, wie Eure Lösung aussieht und welche Kunden Ihr damit glücklich macht. Und vielleicht auch, warum genau jetzt der richtige Moment dafür da ist, Eure Lösung auf den Markt zu bringen. Ein Prototyp oder eine Demo leistet zusätzliche Überzeugungsarbeit.

3.    Folie: Erklärt Euer Geschäftsmodell.
Wie genau wollt Ihr an den Markt gehen? Und wie wollt Ihr Euer Geld verdienen? Es gibt so viele unterschiedliche Modelle, deswegen seid so präzise wie möglich. Das Geschäftsmodell ist eine der wichtigsten Folien – sie sollte nachvollziehbar zeigen, wie und ab wann Umsätze generiert werden.

4.    Folie: Gebt eine Kurzanalyse des Markts.
Was sind Eure Zielgruppen? Wie groß ist der Markt? Wenn`s geht, belegt die Infos mit einer seriösen Marktstudie.

5.    Folie: Zeigt Euren USP.
Investoren finanzieren nicht gern in Geschäftsmodelle, die es genau so am Markt schon gibt. Stellt deshalb deutlich Euer Alleinstellungsmerkmal heraus – und den entsprechenden Mehrwert, den Ihr dem Kunden bietet.

6.    Folie: Was macht der Wettbewerb?
Welche Unternehmen gibt es schon am Markt? Hier lohnt sich eine umfassende Recherche: Eine Auflistung der wichtigsten Wettbewerber und eine Beschreibung der Unterscheidungsmerkmale ist eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Investoren.

7.    Folie: Gebt einen Proof of Concept.
Investoren neigen zur Vorsicht. Ein Proof of Concept ist als Machbarkeitsnachweis des Geschäftsmodells häufig Voraussetzung für einen erfolgreichen Pitch. Dieser Beweis kann zum Beispiel durch die Angabe erster Umsätze oder der Zahl aktiver Nutzer geführt werden.

8.    Folie: Was ist Eure Vision?
Seid bei der Formulierung Eurer Vision am besten optimistisch und zugleich realistisch: Wo wollt Ihr langfristig hin?  Wollt Ihr nur in dem einen Markt agieren, für den Ihr Euch schon entschieden habt? Gibt es Ideen zur Expansion? Zu künftigen Produkten?

9.    Folie: Präsentiert Euer Team
Tja – hierbei handelt es sich tatsächlich um eine der wichtigsten Folien in Eurem Pitch Deck. Denn nur mit einem starken Team könnt Ihr Euer Start-up auch durch Krisen steuern. Beschreibt kurz die Rolle Eurer wichtigsten Team-Mitglieder, ihre Kompetenzen und Erfahrungen.

10.    Folie: Stellt Finanzierungsbedarf und -verwendung dar
Ihr wollt Investoren überzeugen, Geld für Euer Start-up bereitzustellen? Na, dann: Stellt genau dar, welche finanziellen Mittel Ihr braucht, wieviel Ihr insgesamt generieren wollt, wofür Ihr sie einsetzen und was Ihr damit erreichen wollt. Eine grobe Planung mit konkreter Verwendung der Funds ist für Investoren wichtig.

Voilà – das wären die wesentlichen Punkte für ein gut gemachtes Pitch Deck. Und: Ihr habt natürlich Spielraum. Benötigt Ihr eine Einleitungsseite? Eine Produkt-Seite? Wollt Ihr noch näher auf Eure Go2Market-Strategie eingehen? Nur zu! Aber: Mehr als 12 Seiten sollten es nicht werden...

Text: Christiane Petersen


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