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Ideen treffen auf Erfahrung: Jurorin Nina Hugendubel im Gespräch 27.04.2018

Hugendubel ist eines der marktführenden Buchhandelsunternehmen in Deutschland. Welche Erfahrungen macht Ihr Unternehmen in der Zusammenarbeit mit Start-ups? 
Wir arbeiten gern mit Start-ups zusammen –  aktuell zum Beispiel u.a. mit Papego, dem CONTENTshift-Gewinner 2016. Wir prüfen durchgehend, welche jungen Unternehmen sich mit den für uns relevanten Themen beschäftigen – und welche Anknüpfungspunkte es gibt. Auch gerade jetzt sind wir mit neuen Start-ups im Gespräch zu möglichen Kooperationen. Das bringt uns als etabliertes Unternehmen weiter, denn natürlich werden wir alle auf Dauer ein Stück weit blind für neue Lösungen. Selbst, wenn wir Verbesserungspotential erkennen, hilft der frische und mutige Blick von außen, um radikale Veränderungsprozesse zu starten. Gerade diesen mutigen Blick bringen häufig Start-ups mit zu uns ins Haus. 

Über diesen „frischen und mutigen Blick von außen“ hinaus – welches Potential sehen Sie in der Zusammenarbeit zwischen etablierten Branchen-Playern und Start-ups? 
Im Optimalfall treffen dabei Innovation und radikal Neues auf ein großes Netzwerk, eine Menge Erfahrung und das Wissen um bestimmte Prozesse. Ich arbeite unabhängig von CONTENTshift als Mentorin für junge Unternehmen – auch dabei merke ich, wie wichtig es ist, Innovation mit Erfahrung zu kombinieren und die Dinge bis zu Ende zu denken. Wenn Ideen auf Erfahrungen treffen, entstehen neue Lösungen oder Produkte.  

Welche Herausforderungen sehen Sie denn derzeit in der Branche? Finden Sie einen bestimmten Bereich für die Zusammenarbeit mit Start-ups besonders spannend?
Ich glaube, eine große Herausforderung ist es, Lesen wieder spannend und auch längere Inhalte wieder attraktiv zu machen, gerade im Wettbewerb mit anderen Freizeitaktivitäten wie z.B. Social Media. Auch da wird ja gelesen, aber eher, um zu kommunizieren, nicht um in eine gute Geschichte einzutauchen oder sich zu informieren. Die Frage ist also: Wie können wir all das, was das Lesen bietet, in Erinnerung bringen oder - was jüngere Zielgruppen betrifft - überhaupt vermitteln? Wir sind davon überzeugt, dass es hier auch um die Inszenierung von Buchinhalten geht, darum, richtige Leseerlebnisse zu schaffen. Kurz: Wir wollen die Freude am Lesen wieder wecken und sagen deshalb auch aus Überzeugung: Das Lesen ist schön. 

Was erwarten Sie von Ihrer Jury-Teilnahme bei CONTENTshift?
Ich freue mich auf den direkten Kontakt zu den jungen Unternehmen, auf ihre Energie, Tatkraft und Ideen. Das inspiriert mich immer wieder neu – und ich kann dabei auch über meine eigenen täglichen Grenzen hinwegdenken. Und natürlich freue ich mich auch auf den Austausch mit meinen Jury-Kollegen. Das wird sicher toll. Ich habe mir letztes Jahr schon die CONTENTshift-Preisverleihung auf der Frankfurter Buchmesse angeschaut und fand es sehr spannend, mit welchen Themen sich die Start-ups beschäftigen. Da wollte ich in diesem Jahr gern selbst dabei sein. 

Interview: Christiane Petersen


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