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Was ist Ihre Aufgabe als Coach bei CONTENTshift, Herr Schlüter? 15.06.2016

© privat

Was ist Ihre Aufgabe als Coach bei CONTENTshift, Herr Schlüter?
Ich sehe uns – meinen Kollegen Harald Henzler und mich – als Lotsen, die für drei Monate an Bord der teilnehmenden Start-ups gehen und bei der Kursbestimmung helfen. Unsere Aufgabe ist es, mit unserer langen praktischen und systematischen Erfahrung dabei zu unterstützen, typische Stolpersteine und absehbare Hindernisse zu umgehen und Strategien zu entwickeln. Dabei machen wir natürlich nur Angebote und geben Empfehlungen – die Start-ups entscheiden.

Wie gehen Sie dabei genau vor?
Am Anfang geht es darum, jedes der 15 teilnehmenden Start-ups kennenzulernen und zu verstehen. Hinter jeder Geschäftsidee liegt eine „logische Kette“, die von einem erkannten Problem am Markt zur Geschäftsgründung führt. Die müssen wir als Coaches kennen. Dann wollen wir Erfolgshebel erkennen und anwenden. Unser Motto bei CONTENTshift ist „fordern und fördern“. „Fordern“ heißt, wir geben den teilnehmenden Start-ups jeweils eine individuelle Fragestellung, die innerhalb einer festgelegten Zeitspanne von ihnen beantwortet werden muss und die die konkrete Arbeit am eigenen Geschäftsmodell beinhaltet. Als Förderung bieten wir ganz unterschiedliche Dinge an: individuelle Beratungsgespräche, Workshops, Webinare. Wir starten zum Beispiel mit einem Webinar zum Thema Design Thinking, eine Methode, die zunehmend an Bedeutung gewinnt und die für Start-ups sehr nützlich sein kann.

Warum sollten Start-ups sich für CONTENTshift bewerben?
Weil es eine einmalige Chance ist, an Spezialisten-Know-how für eine Geschäftstätigkeit in der Kreativwirtschaft zu kommen. Es gibt ein paar andere Inkubatoren, aber das Besondere ist, dass CONTENTshift von der Buch- oder eher Content-Branche ausgeht. Start-ups treffen hier auf eine einzigartige Weise auf geballtes Wissen von Experten und Managern. Ich würde sagen, CONTENTshift ist eine Art Trainingsprogramm, eine Meisterklasse für Leute, die ein hohes Potential für ihre Weiterentwicklung mitbringen. Mit uns können sie sich fit machen, dabei wichtige Kontakte in alle Richtungen knüpfen und maßgeschneidertes Feedback erhalten. Im Gegensatz zu Leitfäden für Existenzgründer setzen sich hier erfahrene Leute intensiv mit den teilnehmenden Start-ups auseinander. Und auch die Gründer müssen sich für CONTENTshift etwas Zeit nehmen. Aber ich würde sagen: Die Rendite für diese eingesetzte Zeit ist ziemlich hoch, denn bei einer Teilnahme bietet unser Programm die Chance für eine sehr schnelle, sehr professionelle unternehmerische und persönliche Weiterentwicklung. Warum sollte sich das ein Start-up entgehen lassen?

Wie werden die Start-ups für CONTENTshift ausgewählt?
Gemeinsam mit meinem Kollegen Harald Henzler habe ich eine Bewertungsmatrix entwickelt, die zwei Funktionen erfüllt: Sie unterstützt die Jury bei ihrem Auswahlprozess und hilft dabei, alle dafür wichtigen Aspekte im Auge zu behalten und einen gemeinsamen Blick für die Bewertung der Teilnehmer zu haben. Der Auswahlprozess dauert ja nur 14 Tage – eine kurze Zeit für eine sehr wichtige Aufgabe.

Darüber hinaus werden wir anhand dieser Matrix gemeinsam mit einem Semester aus dem Verlagsstudiengang der Stuttgarter Hochschule der Medien eine Auswertung erstellen. Wir wollen zum Beispiel untersuchen, mit welcher Art von Geschäftsidee Start-ups sich bewerben, was Erfolgsmuster sind, was die Buchbranche von ihren Start-ups lernen kann.
 
Und wann geht`s los?
Bald! Bis zum 30. Juni können sich Start-ups noch bewerben. Am 15. Juli startet für die ausgewählten 15 Start-ups dann schon die einmonatige „Development-Phase“. Wir freuen uns darauf.

Interview: Christiane Petersen


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