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Es geht los: 10 Startups nominiert! 18.06.2019

Einhorn

Die Entscheidung ist gefallen: Die Jury des CONTENTshift-Accelerators hat 10 Start-ups für den diesjährigen Pitch nominiert. Mit dabei sind junge Unternehmen aus Dänemark, England, den Niederlanden, Österreich und Deutschland. Die Jury freut sich über die zahlreichen Anmeldungen.„Die inhaltliche Bandbreite ist groß: Wir haben interessante Start-ups aus den Bereichen KI und Bildung dabei, andere bringen Know-how aus ganz anderen Bereichen wie der Mode- oder Musikbranche mit. Wir gratulieren den Nominierten ganz herzlich zu Ihrer Teilnahme und sind schon gespannt, wie sie sich beim Pitch am 28. Juni präsentieren“, erklärt Jury-Sprecher Hermann Eckel. Wir stellen die Nominierten kurz vor.

Das 2017 gegründete Start-up QualiFiction GmbH will den Erfolg eines Textes schon in der Entstehungsphase optimieren, und zwar, indem es Bucherfolge voraussagt. Hierfür hat das Team rund um Gesa Schöning die KI-Software LiSA entwickelt, die Texte, wie zum Beispiel Manuskripte, analysiert und Hinweise zum wirtschaftlichen Erfolgspotenzial des Textes liefert. „Innerhalb von 60 Sekunden kann der Autor die Besonderheiten seines Textes erfahren, seine Stärken wie auch Schwächen erkennen und er bekommt zum Beispiel auch Informationen, ob es sich für einen Publikumsverlag gut eignen würde oder er im Selfpublishing seine Zielgruppe besser erreichen könnte“, beschreibt Schöning das Geschäftsmodell. Über 300 Autoren und Selfpublisher nutzen die Software schon, die als "Autoren-Schule" erweitert werden soll.

Das englische Start-up Jellybooks nimmt die Beziehung zwischen Buch und Leser unter die Lupe. Es organisiert im Auftrag von Verlagen und Autoren Testlesekampagnen und stellt Lesern kostenlose E-Books für den Erhalt von Lesedaten zur Verfügung. Mit Hilfe einer speziellen, in das E-Book eingebetteten Software wird unter anderem ermittelt, wann Leser ein Kapitel beenden, welches Gerät und Betriebssystem sie verwenden oder zu welcher Tageszeit sie lesen. Als Reaktion auf suboptimale Messdaten bei der Rekrutierung von Testlesern per E-Mail und über soziale Medien hat das Unternehmen ein Tool entwickelt, mit dem sich in Echtzeit analysieren lässt, wie sich ein Beitrag im Hinblick auf die Rekrutierung tatsächlicher Leser verhält und wie sich seine Leistung verbessern lässt: den Cloud-Reader. Er bietet einen einfachen, reibungslosen Ein-Klick-Zugriff auf eBook-Beispiele. Mit Hilfe dieser integrierten Analyse können Publisher nicht nur nachvollziehen, ob und wie Benutzer die Beispiele lesen, sondern sie können auch Einblicke in jeden Berührungspunkt des Käufers von der Entdeckung bis zum Kauf gewinnen. Der Zweck der Erfassung dieser Daten ist die Optimierung der Buchwerbung in Echtzeit. Die gesammelten Daten ermöglichen eine schnelle Verbesserung der Marketingressourcen, eine Verlagerung des Budgets auf die leistungsstärksten Kanäle und eine agile Ressourcenzuweisung. Das Versprechen: das erreichbare Publikum kann mit minimalem Aufwand erweitert werden.

Dem Amsterdamer Start-up Coverstories geht es um nicht weniger als die radikale Neugestaltung der Online-Werbung. „Die mobile Werbefläche von Qualitätsmedien ist mit minderwertigen Anzeigen gefüllt. Die Anzeigenformate sind nicht attraktiv, verwirren und passen weder zu hochwertigen Medientiteln noch zu Premium-Werbetreibenden“, erklärt Gründer Ebele Wybenga. Die Lösung sieht nach Meinung des Start-ups so aus: Es überträgt das Konzept eines Covers, laut Wybenga die verführerischste Erfindung der Print-Ära, auf den mobilen Bildschirm. Konkret heißt das: Ein eigens entwickeltes Werbe-Cover erscheint auf den Werbeflächen von Websites und Apps, mit einem Fingertipp verwandelt es in eine Vollbild-Markengeschichte. Das Versprechen: Die neu entwickelten Cover erhalten bis zu 13x mehr Klicks als normale Anzeigen.

Die Jury hat zwei Start-ups für den CONTENTshift Accelerator nominiert, die sich dem Thema Bildung widmen: Mit dabei ist die 2017 in Deutschland gegründete Tüftelakademie, die sich an Lehrende, Pädagogen und Eltern richtet. Der Fokus der Gründerinnen Julia Kleeberger und Franziska Schmid liegt auf dem Thema Bildung in der digitalen Welt. Mit der TüftelAkademie bieten sie einfache Zugänge zu digitaler Bildung, und zwar mit engem Bezug zum Fachunterricht. Die Plattform bedient sich eines blended-learning-Konzepts, mit Hilfe von StarterKITs, Projektanleitungen, Inspirationen oder Fortbildungen werden Lehrkräfte befähigt, die digitale Welt bestmöglich in ihren Unterricht einzubeziehen.

Das zweite Start-up aus dem Bereich Bildung ist das 2014 gegründete Unternehmen EasyCorrect aus Dänemark. EasyCorrect hat eine modulare Online-Plattform namens Edword entwickelt, mit dessen Hilfe Lehrkräfte schriftliche Aufgaben organisieren und Feedback geben können. Ziel ist es unter anderem, beim Lernen und Korrigieren den Fokus nicht mehr auf Fehler zu richten, sondern einen Weg aufzuzeigen, was die Schülerinnen und Schüler besser machen können. „Gegenwärtig sehen wir in Grundschulen, weiterführende Schulen, Hochschulen und Universitäten unsere Kunden. Und es gibt eine Menge Entwicklungspotential, diesen Kreis zu erweitern“, erklärt Gründer Niels Henrik Josiassen.

Zwei weitere Start-ups widmen sich mit ihren Geschäftsmodellen dem stark veränderten Medienkonsum. Als „Spotify for News“ beschreibt das österreichische Start-up Newsadoo sein Konzept: „Newsadoo ist eine Art digitale Tageszeitung, die Brücken zwischen den verschiedenen Ausgabeformaten, Geräten und Plattformen schlägt“, erklärt David Böhm. Das Team rund um den Gründer hat ein internationales Netzwerk von Verlagen aufgebaut und ermöglicht in Zeiten von digitalem News-Overflow einen strukturierten, selbstlernenden, unterhaltsamen Newskonsum. „Leser finden bei uns ein großes Angebot an Zeitungen, Blogs und Zeitschriften – die ganze Welt der News in nur einer Anwendung eben“, so der Gründer.

Auch dem Start-up Varia geht es um den sich rasant verändernden Nachrichten- und Medienkonsum. „Der Aufstieg von sozialen Netzwerken und Online-Medien hat die Art und Weise, wie wir nach Nachrichten suchen und sie finden, deutlich verändert - und auch die Zahlungsbereitschaft für hochwertigen Journalismus in Frage gestellt“, erläutert Gründer Georg Horn. „Wir sind überzeugt, dass immer kürzere Nachrichten und einseitige Meinungen, die wir aufgrund unserer individuellen Profile erhalten, unkritisches und intolerantes Denken förder.“ Mit einer NLP-basierten Contentplattform will das Start-up das Problem der Filterblasen lösen. Derzeit bietet Varia eine Alpha-Version an, bei der User bereits einen ersten Blick auf das Produkt werfen und verschiedene Perspektiven als Dienstleistung erleben können.

Mit dabei ist auch ein echter Frischling, nämlich das im Juni 2019 gegründete Start-up Mosaeek, das sich als „SoundCloud for Video“ bezeichnet. „Die Projektidee entstand, weil wir den persönlichen und direkten Umgang mit Online-Inhalten fördern wollten. Videos sind in der Regel eine Einbahnstraße vom Ersteller zum Betrachter, mit nicht viel mehr Feedbackmöglichkeiten als dem Absenden von Textkommentaren“, erläutert Raphael Allstadt, einer der drei Gründer. Mosaeek hat deshalb Videoreaktionsfunktionen entwickelt, mit denen das Publikum spontane Videoreaktionen mit Zeitmarken zum Hauptvideo erstellen und senden kann – ebenso interessant für private Youtuber wie für Unternehmen, die Videopostings auf ihren Websites veröffentlichen und das Engagement der Zuschauer erhöhen möchten. Darüber hinaus, so Allstadt, erhöhen interaktive Videos die durchschnittliche Wiedergabezeit wie auch das Ranking des Videos. Das Versprechen des Start-ups ist: Wachstum von Followern und Traffic.

Mit den Start-ups MAMOQ und Groovecat hat die Jury zwei Start-ups nominiert, die als CONTENTshift-Quereinsteiger bezeichnet werden können: Das englische Unternehmen MAMOQ wurde 2016 gegründet und widmet sich der Verwirklichung eines werteorientierten Konsums. „Beginnend mit der Mode revolutioniert MAMOQ die Art und Weise, wie Kunden Produkte und Marken finden, die mit ihren Werten in Einklang stehen, und liefert Marken neue Marketingkanäle und verwertbare Daten, um ihr Angebot zu verbessern“, erklärt Gründerin Madeline Petrow. Das Start-up verbindet bewusste Verbraucher über eine hoch skalierbare Plattform mit einer kuratierten Auswahl geprüfter ethischer Marken. Besonders spannend ist hier die Frage, inwiefern der Ansatz eines auf eine bestimmte Zielgruppe spitz ausgerichteten und stark kuratierten Angebots auf die Buchbranche übertragbar wäre und welche Rolle dabei erweiterte Metadaten und automatisierte Verfahren spielen können.

Mit Groovecat ist ein Music-Tech-Start-up mit Sitz in Berlin und Mannheim dabei, das mit Hilfe einer KI-basierten Musikanalyse die richtige Musik für jede Situation empfiehlt. Sein Ziel ist es, die Verbindung zwischen Musikindustrie, Social Media und neuen Technologien herzustellen. Hierfür haben die drei Gründer die App Groovecat entwickelt.„Groovecat ist eine App, mit der sich besondere Musikmomente festhalten lassen. Musikmomente nennen wir das Gefühl, wenn Musik, Situation und Stimmung einfach perfekt zusammenpassen“, erklärt Gründer Jakob Höflich. „Anhand dieser Musikmomente kategorisieren wir Musik auf eine emotionale und situative Weise.“ Das Ergebnis: Nutzern wird für jede Situation die richtige Musik empfohlen und Unternehmen jeglicher Art können mit dem quantifizierten emotionalen Wert von Musik versorgt werden. Für die Jury kann unter anderem die Frage interessant sein, in wie fern Groovecat auch für literarische Werke eine emotional passende Musikempfehlung aussprechen kann.

Das waren die 10 nominierten Start-ups im Kurzdurchlauf. Nun geht es schnell weiter: Am 28. Juni präsentieren sie bei uns in Frankfurt im Rahmen eines Pitches ihre Geschäftsideen. Wir sind schon gespannt und wünschen viel Spaß bei der Vorbereitung!

Anmerkung: Unser Teilnehmer MAMOQ wird leider nicht teilnehmen können. Stattdessen geht das Start-up Mitmalfilm ins Rennen.

Die Top 10 CONTENTshift Start-ups

Die Top 10 CONTENTshift Start-ups

Johannes Knierzinger von Newsadoo

Johannes Knierzinger von Newsadoo

Laura Kemp von Coverstories

Laura Kemp von Coverstories

Joshua Weikert von Groovecat

Joshua Weikert von Groovecat

Uli Seis von mitmalfilm

Uli Seis von mitmalfilm

Gesa Schöning von QualiFiction

Gesa Schöning von QualiFiction

Jacob Gadegaard von EasyCorrect

Jacob Gadegaard von EasyCorrect

Carlo Thisse von Mosaeek

Carlo Thisse von Mosaeek

Carlo Thisse von Mosaeek bei der Produktdemo

Carlo Thisse von Mosaeek bei der Produktdemo

Andrew Rhomberg von Jellybooks

Andrew Rhomberg von Jellybooks

Fanziska Schmid von TüftelAkademie

Fanziska Schmid von TüftelAkademie

Georg Horn von Varia

Georg Horn von Varia

CONTENTshift 2019 Top 10 Pitch: Jury und Start-ups

CONTENTshift 2019 Top 10 Pitch: Jury und Start-ups

CONTENTshift 2019 Jury

CONTENTshift 2019 Jury

Jury-Mitglieder Nina Hugendubel und Coach Harald Henzler

Jury-Mitglieder Nina Hugendubel und Coach Harald Henzler


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